Seminar Inneres Team

Die Arbeit mit dem „Inneren Team“ in der psychologischen Beratung und Therapie

Das Innere Team in der therapeutischen Arbeit

Fachfortbildung zur Methodenerweiterung und eigenen Selbsterfahrung

Therapeutisches Arbeiten mit inneren Persönlichkeitsanteilen – Innere Familien – Innere Teams – Ego States in Psychotherapie, Beratung, Coaching und im Alltag. Die Annahme, dass die menschliche Persönlichkeit aus einer Vielzahl von Persönlichkeitszuständen, Ich-Zuständen besteht, ist nicht neu und wurde von vielen bedeutenden Klinikern vertreten, wie Freud, P. Janet, C. G. Jung und Milton H. Erickson. In der psychotherapeutischen Landschaft lässt sich eine Reihe von Teile-Modellen finden, die auf dieser Grundannahme beruhen. John und Helen Watkins konzeptualisierten in den neunziger Jahren das Modell der Ego-State-Therapie. Sie griffen dabei auch besonders auf tiefenpsychologische, hypnotherapeutische und dissoziationspsychologische Konzepte zurück. Die Grundhaltung, dass jedes Individuum einzigartig ist und über wichtige Ressourcen verfügt, spielt in diesem Ansatz eine bedeutende Rolle.

Jeder Ego-State wird als ein anpassungsfähiges Mitglied eines inneren Systems betrachtet, das sich auch als innere Familie oder Inneres Team ( Schulz v. Thun) beschreiben ließe.
Ego-States zeichnen sich durch eigene Wahrnehmungen, Gefühle, Überzeugungen, Körperzustände und Bedürfnisse aus. Sie können zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Anlässen im Leben eines Menschen entstehen. Das heißt, Ego-States existieren bei jedem Menschen, also auch im sogenannten Bereich normalen Erlebens. Ego-States haben spezifische, schützende und auf bestmögliche Anpassung ausgerichtete Funktionen. Besondere Aufgaben werden von sogenannnten Beschützeranteilen oder Inneren Kritikern übernommen.
Die Entstehung und Funktion der Ego-States steht eng mit Bindungserlebnissen, Lernerfahrungen, kritischen Lebensereignissen und traumatischen Erfahrungen in Zusammenhang.

Schwierig wird es gewöhnlich dann, wenn Konflikte oder ein Mangel an Kooperation zwischen den Ego-States auftreten.
Dann tut der Mensch, was er eigentlich nicht will, sagt etwas, was er später bitterlich bereut oder verliert aus scheinbar nichtigem Anlass die Nerven, obwohl er ansonsten die Ruhe selbst ist. Diese inneren Persönlichkeitsanteile stehen in einem ständigen inneren Dialog miteinander – meist ohne dass man sich dessen bewusst ist. Einige sind laut und dominant, andere leise und zögerlich. Einige Anteile kooperieren, wahrend andere in Konkurrenz zueinander stehen.

Das Innere Team beeinflusst alle Bereiche unseres Lebens

Die Gruppendynamik, die Ihr Inneres Team entstehen lässt, beeinflusst alle Bereiche Ihres Lebens – seien es Ihre Reaktionen auf Menschen und Ereignisse, sei es das Bewältigen Ihrer Aufgaben oder das Erreichen Ihrer Ziele. So gibt es Momente, in denen Sie sich mit sich im Inneren und im Außen stimmig fühlen, während Sie sich in anderen Situationen wie zerrissen fühlen und keine klare Entscheidung fällen können.

Das Ziel in der psychologischen Arbeit mit Inneren Persönlichkeitsanteilen ist es, die die einzelnen Persönlichkeitsanteile zu integrieren und in eine respektvolle und vollständiger Kommunikation miteinander zu bringen sowie in kooperativen Beziehungen. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen vielfältige spezifische Interventionen zur Verfügung.

Die Ego-State-Therapie ist zur Behandlung eines breiteren Störungsspektrums sehr gut geeignet – auch als ressourcenaktivierende Traumatherapiemethode

Wir befassen uns in dieser Fortbildung zunächst mit unserem eigenen Inneren Team, den dazugehörigen „Hauptdarstellern“ und den weniger gemochten inneren Teilen. Wir überprüfen die inneren Bewertungen, die wir von ihnen haben und gehen der Frage nach, welche Teamzusammenstellung wir weiterentwickeln wollen.

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